Mit rund 10.000 Studierenden zählt die Otto-Friedrich-Universität Bamberg zu den bekanntesten Universitäten Bayerns in den Geistes-, Sozial- und Wirtschaftswissenschaften. Ein großer Teil ihrer Gebäude liegt mitten in der Bamberger Altstadt, die zum UNESCO-Welterbe gehört.
Im Rahmen der Grünen Hochschulbautour besuchten Ursula Sowa, baupolitische Sprecherin der Grünen Landtagsfraktion, und Verena Osgyan, wissenschafts- und hochschulpolitische Sprecherin, am 28. Juli die Universität Bamberg. Im Mittelpunkt stand der Austausch mit Präsident Prof. Dr. Kai Fischbach, Kanzlerin Dr. Dagmar Steuer-Flieser, dem Staatlichen Bauamt Bambergund der Studierendenvertretung. Ein Rundgang führte von den historischen Gebäuden der Altstadt bis zum Campus an der Feldkirchenstraße.
Kaum eine andere Universität lebt den Erhalt von Gebäuden so wie Bamberg. Zum Wintersemester startet der bundesweit einzigartige Bachelorstudiengang „Bauerhalt und traditionelle Werktechniken“, der eine handwerkliche Ausbildung mit einem Studium verbindet. Und im ehemaligen Hallenbad am Margaretendamm entsteht das neue Universitätssportzentrum, sodass ein Denkmal eine zweite Zukunft erhält.
„Bamberg macht vor, dass Bauerhalt mehr ist als eine Pflicht. In jedem Bestandsgebäude steckt graue Energie, und wer saniert statt abzureißen, schützt das Klima gleich mit“, betont Ursula Sowa. „Damit aus diesem Anspruch mehr wird als ein Vorbild, muss der Freistaat mehr Geld bereitstellen. Die überfällige Generalsanierung des Hauptgebäudes an der Feldkirchenstraße braucht endlich einen festen Zeitplan.“
„In Bamberg bekommen alte Gebäude eine neue Aufgabe, vom Studium bis zum Sport. Die Universität bewahrt ihre Denkmäler und entwickelt sie zugleich weiter“, so Verena Osgyan. „Davon profitiert nicht nur die Universität, sondern die ganze Stadt Bamberg.“