Grünen-Abgeordnete Ursula Sowa: „In Bamberg wird gezeigt, wie die Energiewende demokratisch und bürgernah funktioniert.“ Landtags-Grüne wollen erfolgreiche Energielösungen schneller in ganz Bayern möglich machen.
Wie die Energieversorgung der Zukunft schon heute funktionieren kann, zeigen die Genossenschaft „fei Bürgerenergie“ und die Stadtwerke Bamberg. „Fei Bürgerenergie“ haben inzwischen vier investive Projekte in der Region umgesetzt, bei denen Solar-Energie aus Bürgerhand finanziert wird. Für die Freiland-PV-Anlage der Stadtwerke in der Südflur waren die „Sonnenscheine“, die Bürger:innen als Anteile zeichnen konnten, schon nach kürzester Zeit vergeben.
Für Ursula Sowa, Grünen-MdL aus Bamberg, sind das Beispiele dafür, welche Chancen in heimischer Energie stecken:
„Fei und Stadtwerke sind nur zwei Beispiele, die zeigen: Die Technik ist da und sie funktioniert. Hier in der Region Bamberg wird Solarstrom für und mit den Bürger:innen erzeugt. Genau solche Lösungen machen uns unabhängiger und halten Wertschöpfung in unserer Region.“
Die Landtags-Grünen haben am 17. und 18. September auf ihrer Herbstklausur in Nürnberg unter dem Motto „Raus aus Öl und Gas. Rein in Bayerns Freiheit.“ die Frage in den Mittelpunkt gestellt, wie Bayern mehr Energie selbst erzeugen, speichern und vor Ort nutzen kann.
Mit ihrer Bayerischen High-Tech-Energieagenda wollen sie Technologien schneller in die Fläche bringen, die bayerische Unternehmen, Kommunen und Stadtwerke vielerorts bereits einsetzen. Unter anderem wollen die Landtags-Grünen den Ausbau der Sonnenenergie weiter erleichtern. Sie wenden sich gegen neue Hürden für kleine Photovoltaikanlagen und wollen verlässliche Bedingungen für Menschen und Unternehmen, die selbst Strom erzeugen.
Ursula Sowa: „Wir müssen gute Ideen nicht erst irgendwo suchen – viele entstehen direkt bei uns in Bayern. Das Bürgerprojekt „Fei“ zeigt, was möglich ist, wenn Menschen vor Ort anpacken und neue Technik einsetzen. Die Staatsregierung muss für solche Projekte den Weg frei machen, damit aus einzelnen Vorreitern bald ganz viele werden.“
Dabei geht es für Ursula Sowa auch um die wirtschaftliche Stärke der Region: „Jede Kilowattstunde, die wir hier erzeugen und nutzen, schafft ein Stück mehr Unabhängigkeit. Und jeder Auftrag für Planung, Bau und Betrieb stärkt Handwerk, Unternehmen und Kommunen vor Ort. Energie aus der Heimat ist deshalb auch Wirtschaftspolitik mit Wertschöpfung für die Region Bamberg.“
Hintergrund:
Die Landtags-Grünen haben auf ihrer Herbstklausur am 17./18. September 2026 in Nürnberg eine Bayerische High-Tech-Energieagenda vorgestellt. Zu ihren Forderungen gehören unter anderem ein kostenloses Mittagsstromkontingent in Zeiten negativer Börsenstrompreise, Smart Meter in allen bayerischen Haushalten bis 2030, mehr Speicher und intelligente Netze, ein schnellerer Ausbau von Großwärmepumpen und Erdwärme sowie das erste grüne Wasserstoffkraftwerk Deutschlands in Bayern.
18. September 2026