Das Bamberger Projekt BaKIM (KI-gestützte Baumvitalitätsanalyse per Drohne) hat es geschafft , im Rahmen des Landesprogramms „Kommunal? Digital!“ nicht nur auf bundesweites, sondern auch auf internationales Interesse zu stoßen. „Das ist hochverdient und freut mich sehr“ , so kommentiert die Bamberger Grünen-Landtagsabgeordnete Ursula Sowa den großartigen Erfolg.
Zugleich betont die Sprecherin für Baupolitik der Grünen-Landtagsfraktion, dass die digitale Zustandserfassung nur der erste Schritt sein kann: Die KI-Diagnose aus der Luft ist das eine, die weiteren Schutz- und Pflegemaßnahmen das andere.
Das KI Programm wurde vom Digitalministerium gefördert und ist eine gute Sache, jetzt muss das Thema aber auch im Umwelt- und Landwirtschaftsministerium ankommen, fordert Sowa.
Dass Großstädte wie Zürich, Dresden, Wuppertal oder Berlin auf das Bamberger Know-how setzen, kann Bamberg durchaus stolz machen.
„Es ist großartig zu sehen, wie in Bamberg smarte Technologie direkt dem Umweltschutz dient. Wenn künstliche Intelligenz dabei hilft, Hitzestress bei Bäumen frühzeitig zu erkennen, gewinnen wir wertvolle Zeit, um unsere wertvollen Altbäume gezielt zu retten“, erklärt Ursula Sowa MdL.
„Bamberg zeigt hier beispielhaft, wie ökologische Nachhaltigkeit und digitale Innovation Hand in Hand gehen können.“
Aus Sicht der Abgeordneten darf die Digitalisierung jedoch kein Selbstzweck oder reines Aushängeschild der Staatsregierung sein. Das Wissen darüber, welche Bäume unter Trockenheit und Hitze leiden, entfalte erst dann seine Wirkung, wenn die Kommunen auch die nötigen Mittel haben, um gegenzusteuern.
„Ein KI-Modell zeigt uns präzise den Zustand des Baumes – gießen, pflegen und den Boden entsiegeln müssen wir aber immer noch analog vor Ort“, so Sowa weiter.„Der Erfolg von BaKIM ist ein klarer Auftrag: Wir müssen die gewonnenen Daten nutzen, um Gießrouten zu optimieren, Entsiegelungen im Umfeld gestresster Bäume voranzutreiben und das Schwammstadt-Prinzip konsequent umzusetzen. Digitaler Baumschutz macht nur Sinn, wenn die Kommunen auch personell und finanziell in der Lage sind, ihre Stadtgrün-Pflege handlungsfähig zu halten.“
Bamberg, den 13. August 2026