Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (CSU) warnt aktuell vor einer „Rosinenpickerei“ neuer Fernverkehrsanbieter auf der Schiene und fordert, dass Oberzentren wie Bamberg, Augsburg und Ingolstadt nicht abgehängt werden dürfen. Die Bamberger Grünen-Landtagsabgeordnete Ursula Sowa begrüßt diesen Kurs, nimmt den Minister aber gleichzeitig in die Pflicht.
„Dass der Verkehrsminister hier klare Kante für die Anbindung unserer Regionen zeigt, ist das richtige Signal. Aber im harten Ringen um die Trassenrechte ist es mit Absichtserklärungen nicht getan. Minister Bernreiter steht jetzt im Zugzwang, seinen Worten auch unnachgiebige Taten folgen zu lassen“, so Sowa.
Um den Druck aufrechtzuerhalten, fordert die Abgeordnete die Einrichtung einer bayerischen „SoKo Bahn". Zudem kündigt Sowa an, den Minister beim Wort zu nehmen und engmaschig zu kontrollieren:
„Wir haben im Ausschuss für Wohnen, Bau und Verkehr, dem ich angehöre, extra einen Unterausschuss für Bahnbelange eingerichtet, der sich vierteljährlich trifft. Dort halten wir den direkten Draht zur DB-Vorstandsvorsitzenden Evelyn Palla. Ich werde dieses Gremium nutzen, um genau zu überprüfen, ob Bernreiters Kurs in München und Berlin auch wirklich Gehör findet – oder ob es am Ende bei einem Placebo bleibt. Für den Bahnknotenpunkt Bamberg steht zu viel auf dem Spiel.“
Bamberg, 14. Juli 2026