Die Landtagsabgeordnete Ursula Sowa und die Hofer Stadträtin Gudrun Kiehne besuchten das Forschungsteam der Hofer Hochschule am Standort Münchberg und informierten sich über WAVE sowie weitere Innovationsprojekte.
Münchberg. Seit Beginn dieses Jahres entwickelt die Hochschule zusammen mit der regionalen Möbelstoffweberei Ewald Reich aus Gefrees nachhaltige, recyclebare Dämm- und Akustikpaneele aus Schafswolle. Mit großer Freude über die Resonanz aus der Landespolitik empfingen Prof. Dr. Ficker und sein Team zusammen mit der kaufmännischen Leitung der Weberei Reich, Claudia Schödel-Reich, die Gäste. Nach der Vorstellung des Instituts für Materialwissenschaften (ifm) sowie des Projektes WAVE konnten die Besucherinnen bereits die ersten „Prototypen“ der Gewebe bewundern.
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Neben dem Interesse an alternativen Baumaterialien führte auch das Innovationspotential aus Hochfranken die Bamberger Landtagsgrüne nach Münchberg. „Ich bin immer wieder begeistert, welche Ideen und Visionen aus der Region kommen“, erklärt sie. Sowa ist als Architektin und baupolitische Sprecherin der Landtagsfraktion stark an nachhaltigen Ersatzstoffen für die Baubranche interessiert.
Bei einem gemeinsamen Gespräch und einem Rundgang durch die Forschungshallen erhielten die Gäste Einblicke in weitere Projekte wie textile Ketten, nachhaltige Fasern sowie Recyclingverfahren für Schaumstofflaminate aus dem Automobilbereich. Die Politikerinnen zeigten sich begeistert von der regionalen Forschung: „Schafwollpaneele, textile Backbleche und rundvernadelte, wasserspeichernde Vliesstoffrohre – alles bei uns in Oberfranken entwickelt. Das Forschungspotential der Region und die Beiträge der Hochschule sind weltweit einzigartig und müssen dementsprechend gewürdigt und unterstützt werden“, findet Sowa.
Besonderes Interesse weckte auch der Ausblick auf den künftigen Einsatz von Projektergebnissen und deren Weiterentwicklung: „Mit unseren textilen Rohren aus dem Projekt NaWaruN wollen wir langfristig den Waldumbau und die -aufforstung unterstützen“, erläuterte Prof. Ficker. Zielsetzung für weitere Forschung in diesem Bereich wäre, den Bewässerungsaufwand für Neubepflanzungen mit nachhaltigen Faserstoffen signifikant zu senken, was angesichts der immer länger werdenden Trockenperioden eine äußerst nützliche Entwicklung darstellt.
Gudrun Kiehne nimmt aus diesem Besuch ebenfalls Anregungen für ihre Arbeit in den Stadtrat mit und sie findet: „Die Stadt Hof verfügt mit der Hochschule an ihren verschiedenen Standorten über ein wertvolles Potential, das nicht genug gewürdigt werden kann. Künftig sollten wir einen noch engeren Austausch pflegen.“
Auf dem Bild v.l.: Alexandra Luft, Corinna Anzer, Prof. Dr.-Ing. Frank Ficker, MdL Ursula Sowa, Isabell Korn, Claudia Schödel-Reich (Möbelstoffweberei Reich), Stadträtin Gudrun Kiehne
30.06.26