Bamberg wird auch nach dem neu vereinbarten Ende des Ankerzentrums im Jahr 2035 eine erhöhte Städtebauförderung vom Freistaat für Konversionsmaßnahmen erhalten. Diese Zusicherung hat sich die Bamberger Grünen-Landtagsabgeordnete Ursula Sowa vom bayerischen Bauministerium schriftlich eingeholt. Dass Baumaßnahmen auf dem Bamberger Konversionsgelände mit 80% statt den üblichen 60% gefördert werden, war unlängst zwischen Stadt und Freistaat vereinbart worden. Das war gewissermaßen der Ausgleich dafür, dass Bamberg den Weiterbetrieb des Ankerzentrums bis 2035 akzeptiert.
„Ein Großteil der Baumaßnahmen auf dem Gelände des Ankerzentrums wird aber logischerweise erst nach Schließung des Ankerzentrums stattfinden“, erklärt Sowa. „Ich wollte daher sicher gehen, dass dieser Punkt der Vereinbarung auch noch nach dem Jahr 2035 gilt, dass also auch dann noch die erhöhte Förderung vom Freistaat gezahlt wird. Diese Zusicherung habe ich Bamberg nun Schwarz auf Weiß verschafft.“
Wobei bei Ursula Sowa eine „Restskepsis“ bleibt, wie sie sagt:
„Die Staatsregierung hat gegenüber Bamberg schon einmal eine feste Zusage gemacht, nämlich dass das Ankerzentrum nach zehn Jahren - ‚unwiderruflich‘ wie es damals hieß - geschlossen wird. Dieses Versprechen hat Ministerpräsident Söder gebrochen, was auch von seinen örtlichen Parteikolleg:innen nicht verhindert wurde.“
Ob das neuerlich Vertrauen der Stadt Bamberg wieder missbraucht wird, werde sich zeigen. Einen erneuten Wortbruch will Sowa nicht dulden.