Bezahlbarer Wohnraum ist in Bamberg knapp, gleichzeitig stehen dennoch Wohnungen oder Häuser leer. Die Grünen im Bayerischen Landtag wollen diesen Widerspruch beenden und fordern eine Leerstandsabgabe für Städte mit angespanntem Wohnungsmarkt wie Bamberg.
Künftig soll für leer stehende Wohnungen eine Genehmigung nötig sein. Wer keinen nachvollziehbaren Grund wie Sanierung oder Verkauf nachweisen kann, soll eine Abgabe an die Kommune zahlen – in Höhe von 30 Prozent der ortsüblichen Vergleichsmiete. „Leerstand ist ein Luxus, den sich Städte mit Wohnungsnot nicht leisten können“, erklärte Grünen-Fraktionschefin Katharina Schulze.
Ziel sei es, Wohnungen wieder auf den Markt zu bringen und spekulativen Leerstand unattraktiv zu machen. Gleichzeitig wollen die Grünen Vermieter steuerlich entlasten, die unter der ortsüblichen Vergleichsmiete vermieten.
„Es geht nicht um Bestrafung, sondern um Fairness: Wer Wohnungen ohne triftigen Grund - wie eine Sanierung - leer stehen lässt, soll eine Abgabe an die Stadt leisten. Gerade in Bamberg merken wir, wie angespannt der Wohnungsmarkt ist. Jede leer stehende Wohnung fehlt Menschen, die dringend ein Zuhause suchen“, so die Bamberger Landtagsabgeordnete Ursula Sowa.
Weitere Vorschläge betreffen den Erhalt bestehender Gebäude. Vor Abrissen soll künftig verpflichtend geprüft werden, ob eine Sanierung möglich ist. Zudem fordern die Grünen eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Sanierungen sowie eine neue Grundsteuer für baureife, unbebaute Grundstücke, um Bodenspekulation zu bremsen. Das Thema wird heute im Rahmen einer Aktuellen Stunde im Landtag beraten.
Weitere Informationen hier : https://www.gruene-fraktion-bayern.de/themen/bau-wohnen-denkmalschutz/mehr-wohneigentum-weniger-mietkosten-guenstiger-bauen/
Die Aktuelle Stunde findet heute, 10.02 um 14 Uhr im Landtag statt. Hier geht es zum Live Stream: https://www.bayern.landtag.de/aktuelles/plenum-online/
Bamberg, 10. Februar 2026