„Die Staatsregierung spart mal wieder an der völlig falschen Stelle. Mit der Holzbauförderung streicht sie ein zentrales Instrument für klimafreundliches Bauen. In Zeiten von Wohnraummangel und Klimakrise völlig unverständlich! Viele Antragstellende stehen jetzt plötzlich im Regen. Die Söder-Regierung zerstört Vertrauen und schadet dem bayerischen Handwerk“, kritisiert Ursula Sowa, Sprecherin für Bau.
Während Bayern dringend bezahlbaren und klimafreundlichen Wohnraum braucht, zieht die Staatsregierung die Handbremse: Die Holzbauförderung läuft überraschend zum 31. Dezember 2026 aus – ohne Ankündigung, ohne Perspektive. Bereits eingereichte Anträge in Höhe von knapp fünf Millionen Euro werden nicht mehr bewilligt. Für die betroffenen Bauträgerinnen und Bauträger heißt das: Unsicherheit, eingestampfte Projekte, finanzielle Belastung.
Ursula Sowa fordert: „Projekte, die leer ausgegangen sind, müssen unbedingt noch bewilligt werden. CSU und Freie Wähler schustern ihren Stimmkreisen über die Fraktionsreserve insgesamt 110 Millionen Euro zu. Aber 5 Millionen für die Holzbauförderung sollen zu teuer sein? Das ist keine Frage von fehlendem Geld, sondern von falschen Prioritäten.“
Dabei wäre jetzt Verlässlichkeit gefragt. Holzbau ist nachhaltig und klimafreundlich – ein Gamechanger für die Bauwende. Pro Kubikmeter verbautem Holz wird rund eine Tonne CO2 gespeichert. Gleichzeitig hält der Holzbau eine ganze Branche mit am Laufen, von Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern über Sägewerke bis hin zu Zimmereien. Wer die Förderung streicht, verschärft ohne Not die sowieso angespannte Lage im Bau- und Handwerk.
Vor zweieinhalb Jahren hatte die Staatsregierung noch ganz andere Töne angeschlagen worden: Im Koalitionsvertrag einigten sich CSU und Freie Wähler damals darauf, die Holzbauförderung fortzusetzen und sogar auf weitere Baustoffe auszuweiten. Währenddessen bleibt die Staatsregierung Antworten schuldig. Sogar auf eine zweimalige Anfrage zum Plenum hin weigert sie sich, die konkreten Projekte zu benennen, die von dem Förderstopp betroffen sind.
Ursula Sowa: „Hier wird Intransparenz zur Strategie gemacht. Das ist typisch für die Politik von Markus Söder: erst großspurige Versprechen geben, und sie dann still und heimlich brechen.“
München, 04. April 2026