Die beiden oberfränkischen Grünen-Abgeordneten Ursula Sowa, MdL, und Lisa Badum, MdB, besuchten die Familienbrauerei Gampert-Bräu in Weißenbrunn, um sich vor Ort über die aktuelle Situation regionaler Brauereien auszutauschen.
Foto von links nach rechts: Ursula Sowa MdL, Anette Höfner (Geschäftsleitung), Lisa Badum MdB, Christian Höfner (Braumeister)Im Mittelpunkt des Gesprächs standen zentrale Herausforderungen für familiengeführte Betriebe. Dabei wurde unter anderem das Thema Flaschenpfand angesprochen, das für viele Brauereien mit erheblichem organisatorischem Aufwand verbunden ist. Zudem ging es um die Zukunft familiengeführter Betriebe und die Frage, wie es gelingen kann, die nächste Generation für die Übernahme zu gewinnen. Bei Gampert-Bräu ist dieser Schritt bereits gelungen – ein positives Signal, das die beiden Abgeordneten ausdrücklich begrüßten.
„Die regionalen Brauereien sind ein wichtiger Teil unserer fränkischen Identität und Wertschöpfung. Wir wollen dazu beitragen, dass sie auch in Zukunft gute Rahmenbedingungen haben“, betonte Ursula Sowa.
Lisa Badum ist Gründerin und Vorsitzende des Parlamentskreises Braukultur im Deutschen Bundestag. Der Parlamentskreis setzt sich seit 2022 für den Erhalt und die Förderung der deutschen Braukultur ein, die 2014 als immaterielles Kulturerbe anerkannt wurde. Ziel ist es, politische Rahmenbedingungen zu schaffen, die insbesondere kleinen und mittelständischen Brauereien zugutekommen.
Badum ergänzte: „Viele Betriebe stehen aktuell unter großem Druck. Umso wichtiger ist es, die Perspektiven der Familienbrauereien stärker in politische Entscheidungen einzubeziehen.“
Auch das Thema Nachhaltigkeit spielte beim Besuch eine Rolle. Die Familienbrauerei setzt auf einen ressourcenschonenden Betrieb, etwa durch moderne Technologien zur Reduzierung von Energie- und Wasserverbrauch sowie durch konsequente Mehrwegsysteme bei Flaschen und Fässern. Zudem nutzt der Betrieb erneuerbare Energien und arbeitet eng mit regionalen Zulieferern zusammen, um Transportwege kurz zu halten und CO₂-Emissionen zu reduzieren.